Categories Familienleben, Leben mit Baby, Partnerschaft mit Kind, Schwangerschaft

Wir sind Eltern – Der erste Beitrag nach der Geburt

Posted on
Wir sind Eltern – Der erste Beitrag nach der Geburt

Es ist Donnerstag Abend, als ich das Krankenhaus mal wieder in Aufruhr versetze. Seit Montag bin ich hier, darf nur aufstehen, wenn ich zur Toilette muss & hänge an einem Tropf, der weitere Wehen unterbinden soll. Und seit Montag bangen wir.

Es ist zu früh.
Es sind noch 7 Wochen, bis wir die 40. Schwangerschaftswoche erreicht haben.
Es ist zu früh.

Doch unser Krümelchen will nicht mehr warten. Oder aber: Mein Körper will nicht mehr warten. Er schafft es nicht mehr. Selbst unter erhöhter Dosis des Wehentropfes, kommt eine Wehe nach der anderen. Die Hebamme ist nervös, ruft eine Ärztin. Diese tastet mich vorsichtig ab. Sieht mich etwas besorgt an & sagt dann mit fester Stimme: „Der Muttermund ist auf 4 cm“. Es ist ungefähr 18:30 Uhr.

Und dann geht alles ganz schnell. Unsere Maus liegt in Beckenendlage, also mit dem Po nach unten und nicht mit dem Kopf. Klarer Fall also. Es wird ein Kaiserschnitt.

Um 19:29 Uhr werden wir Eltern. Unser kleines Frühchen, welches ich hier auch weiterhin nur ‚Krümelchen‘ nennen werde, ist geboren. Und sie schreit. Sie schreit! Obwohl 7 Wochen zu früh, atmet sie von allein. Ich bin überwältigt, liege auf dem OP-Tisch und weine. Mein Partner ist noch kurz bei mir, dann verschwindet er; geht zu der Kleinen, während das OP-Team mich wieder zumacht.

Krümelchen ist da. Endlich da. Jetzt schon da. Viel zu früh. 19:29 Uhr. 2060 g schwer. 47 cm groß.
(Die Größe ist allerdings nicht korrekt. Einige Tage später, zur U2, ist unsere Süße nämlich nur noch 44 cm groß.)

Eines der ersten Fotos. Nur wenige Minuten nach der Geburt.

 

Heute ist unsere Tochter 3 Wochen und 2 Tage alt. Ihre ersten 12 Lebenstage verbrachten sie und ich gemeinsam noch im Krankenhaus, bis die Ärzte soweit mit ihr zufrieden waren, dass wir nach Hause entlassen werden konnten.

Es braucht eine Weile, bis ich realisiere, dass ich nun eine Mama bin. Bis ich es wirklich verstehe und mich auch so fühle. Dass Krümelchen meine Tochter ist. Der Mensch, den ich monatelang mit mir herumgetragen habe. Direkt unter meinem Herzen.

Nun liegt sie neben mir, in ihrem Stubenwagen, und schläft. Und ich werde nicht müde, sie immer wieder anzusehen. Noch immer ist es für mich ein Wunder, dass sie schon bei uns ist. Dass sie nie beatmet oder künstlich ernährt werden musste.  Und dass sie mit 2040g aus dem Krankenhaus gelassen wurde. Verrückt. Unsere kleine Kämpferin. Ich bin so unfassbar stolz auf sie. Und so glücklich.

Wir sind nun eine richtige, kleine Familie. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.